Donnerstag, 31. Dezember 2009

Vom Regenwald zum Grasland


Tatsächlich ließ gegen Abend die Bewölkung nach, und der Mount Cook zeigte uns seine schneebedeckte Spitze.


Der letzte Tag des Jahres beginnt mit einem Ausflug zum Fox Glacier, dessen Zunge wie beim benachbarten Franz Josef Gletscher bis in den Regenwald herabreicht.


Letzteren erkunden wir gegen Mittag bei einer Wanderung entlang des «Ship Creek» mit riesigen, Jahrtausende alten Kahikatea-Bäumen, die ihrem deutschen Namen «Sumpfzypresse» alle Ehre machen, denn sie stehen im Wasser. Auf Holzstegen erkunden wir die einzigartige Flora des «Märchenwaldes», wie die Reiseleiterin schwärmt. Leider wissen aber auch die Sandfly-Mücken diesen feuchten Ort sehr zu schätzen.


Die Straße läßt nun die stürmische West Coast hinter sich und wendet sich dem Haast-Paß zu, der mit 563 Metern niedrigsten Passage über die Südalpen. Bald schon erreichen wir ein nächstes Highlight: den Lake Wanaka und den benachbarten Lake Haweia, deren opalfarbene Spiegel von Bergen umrahmt sind.


Auf einer Schaffarm gewährt uns der junge Farmer Ben interessante Einblicke in das Arbeiten mit den Hunden und die Wollqualitäten seiner Merinoschafe. Schließlich werden wir noch Zeuge beim "Ausziehen" eines 18 Monate gewachsenen Schafspelzes.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Gold waschen


«Shantytown» ist eine Goldgräbersiedlung, wie sie im 19. Jahrhundert ausgesehen haben mag. Es gibt einen Friseurladen, ein Schuhmacher, einen Fotografen, ein Hospital, das «Nuggets Hotel», eine kitschig weiße Kirche, ein Gefängnis, ein «Chinatown» mit sehr schlichten Behausungen ... und einen Bahnhof, wo soeben eine schnaubende Dampflok hinter zwei Wagen gespannt wird. Dann geht es, in Rauch gehüllt, ein Stück durch den Regenwald und zur Goldwäscherei. Dort stehen 40 Schüsselchen voll Geröll neben den Wasserbecken. Der Guide zeigt, wie es gemacht wird: ein wenig Wasser in die Schüssel, diese leicht neigen und schwenken, Wasser samt einiger Steinchen am Rand wieder abgießen. Das Ganze so oft wiederholen, bis ein paar goldene Körnchen zurückbleiben, die dem erfolgreichen Goldwäscher in ein Glasröhrchen abgefüllt werden.


Nächste Station unserer Fahrt ist das Städtchen Hokitika, wo der Greenstone, die neuseeländische Jade, zu Amuletten und Schmuckstücken verarbeitet wird. Ein Vertrag mit den Maori besagt, daß ihnen die Rechte an allen Jadevorkommen zustehen, da er für sie ein heiliger Stein ist.


Dann geht es weiter zum Franz Josef Gletscher, der wie der benachbarte Fox Glacier bis in den Regenwald herunter reicht. Das tun weltweit nur diese beiden Eisriesen. Eine Tafel am Aussichtspunkt illustriert den Schwund seit 1865.


Vom Campingplatz aus erhoffen wir uns einen Blick auf den Mount Cook zu werfen, den höchsten Berg Neuseelands, der sich bisher leider in dicke Wolken hüllt.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Pfannkuchenfelsen


Die Wolken hängen tief, und es regnet gelegentlich. Aber für heute steht ohnehin eine längere Fahrt auf dem Programm. Es geht hinüber zur West Coast mit den berühmten «Pfannkuchenfelsen». Das sind Gesteinsschichten wechselnder Dichte, die so erodiert sind, als lägen dort Stapel steinerner Pfannkuchen aufeinander. Wir lassen uns vom leichten Nieselregen nicht stören und bestaunen ausgiebig das Naturdenkmal.


Einige Kilometer vor dieser Attraktion gab es bereits eine Robbenkolonie zu bewundern. Glücklich, wer ein Fernglas mitführt, es fiele sonst schwer, die Tiere von den Felsen zu unterscheiden. Optisch gut ausgerüstet kommen wir in den Genuß, das Säugen der Jungtiere wie auch deren spielerisches Herumtollen mitzuerleben.

Montag, 28. Dezember 2009

Wandern von Bucht zu Bucht


Den ausgedehnten Abel Tasman Nationalpark erkundet man entlang eines Weges, der uns Wanderer von Bucht zu Bucht geleitet: man biegt gelegentlich vom Hauptweg ab, steigt ein paar Minuten zwischen blühenden Büschen und baumhohen Farnen hinab zum Strand, steckt dort eine Weile die Füße in den goldgelben Sand, genießt die Sonne, läßt den Blick über nähere und fernere Inseln schweifen, sammelt ein paar grüne Muschelschalen, deren Perlmutt in allen Farben des Regenbogens schillert – und dann setzt man den Weg fort zur nächsten Bucht, die wieder ganz anders ist als die erste.


Ein grün-graues Vögelchen hat sein Nest in einen herabhängenden Zweig direkt neben dem Weg gebaut. Natürlich fliegt es erschrocken davon, und unser neugieriger Blick fällt auf drei gelbschnäbelige, nackte Vogelkinder. Als wir uns ein paar Schritte entfernt ganz still verhalten, kehrt die Vogelmama zurück, aber schon biegen die nächsten Wanderer um die Ecke. Nie wieder niste ich neben diesem Weg, wird unsere gefiederte Freundin denken.


Der morgendliche Fahrt mit dem Wassertaxi in die «Anchorage Bay», von wo wir jetzt gute 4 Stunden in den Ort zurüclklaufen, verdanken wir bereits eine andere Tierbekanntschaft: Robben, die sich auf den Uferfelsen einer kleinen Insel räkeln und sich vom vorbeituckernden Boot nicht stören lassen.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Aotearoa Nord nach Süd


Nach einer ungewohnt kurzen Nacht bringt uns die Interislander-Fähre «Kaitaki» hinüber nach Picton auf der Südinsel, wo sich das Wetter deutlich bessert. Bei locker bewölktem Himmel ist die Fahrt entlang der «Sounds», so heißen die Fjorde hier, ein Genuß. Denn es bieten sich immer wieder faszinierende Ausblicke auf immer neue Wasserflächen. Eigentlich ist unser Bus 60cm zu lang für diese Straße, aber Hermann ist ein ausgezeichneter Fahrer. Schließlich erreichen wir den Ort Kaiteriteri, wo wir mit einem kurzen, heftigen Regenschauer begrüßt werden. Aber ein paar Minuten später scheint schon wieder die Sonne.


Hier herrscht gerade Ferien-Hochsaison. Wo wohl die menschenleeren Strände sein mögen? Wir werden sie sicher morgen auf unserer Wanderung entdecken. Unserem «Rollenden Hotel» wurde heute ein Platz außerhalb des Geländes zugewiesen. Obwohl alle mithelfen, um sich keine Blöße zu geben, geht der Aufbau relativ schnell vonstatten: Luken auf, Stangen setzen, Planen spannen, Tische und Bänke aufstellen, und schon hängt Hermann, Busfahrer und Koch in Personalunion, die Kochschürze um. Punkt 19 Uhr stehen dann 38 Rotelianer mit gezücktem Plastikteller Schlange.

Samstag, 26. Dezember 2009

The Windy City


Heute morgen fahren wir durch eine Bilderbuchlandschaft mit grünen Hügelchen, auf denen zahllose Schafe weiden. Gegen Mittag erreichen wir die Hauptstadt Wellington mit den Parlaments- und dem Regierungsgebäude, das wie ein riesiger Bienenkorb aussieht und folglich «Beehive» genannt wird. Oberhalb der Stadt mit ihren Hochhäusern und dem Hafen gibt es einen grünen Hügelzug, auf den der Bus sich zuerst hochquält und dann, nachdem alle 38 Rotelianer ausgiebig den Rundblick genossen haben, auch wieder hinab. Dort wartet als besondere Attraktion noch das didaktisch sehr empfehlenswerte Nationalmuseum «Te Papa Tongarewa» auf uns, aber leider ist die Zeit für einen ausgiebigen Besuch viel zu knapp.


Wellington ist eine sehr windige Stadt, weil sie exakt dort liegt, wo die Winde des 40. Breitengrades sich durch die enge Cook Strait zwängen müssen. Das Rotel bläst sich mächtig auf.

Freitag, 25. Dezember 2009

Seen und Gipfel


Das Thermal Wonderland Wai-O-Tapu beeindruckt durch dampfende Erdspalten und einem flachen See, dessen Grund in den verschiedensten Farben schimmert wie eine Malerpalette. Deshalb nennt man ihn auch so. Der Champagnersee wiederum perlt wie das edle Getränk und hat auch dessen Farbe.


Das Wasser aus Neuseelands größtem See, dem Lake Taupo mit immerhin 600 Quadratkilometern, zwängt sich durch einen engen Felskanal und stürzt schließlich 6 Meter in die Tiefe, ein beeindruckendes Schauspiel.


Schon von weitem ist ein schneebedeckter Gipfel zu sehen. Im Tongariro Nationalpark kommen wir ihm ganz nahe, eine gut zweistündige Wanderung bringt uns auf 1200 Meter Meereshöhe zum Taranaki Wasserfall und wieder zurück. Das Postkartenwetter sei ein Weihnachtsgeschenk, meint die Reiseleiterin, denn Mount Ruapehu (2797m), Mount Ngauruhoe und Mount Tongariro zeigen sich nur höchst selten wolkenfrei.


Das Nachtquartier wird heute in Ohakune aufgeschlagen.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Alles Maori


Die Bay of Plenty ist eine sehr fruchtbare Region. Angebaut werden Avocados, Heidelbeeren, Macadamia und natürlich die Kiwi Fruit. Da hängen sie nun an ihren Spalieren, geschützt von Windschutzhecken und ständig feucht gehalten, denn das braucht eine Qualitäts-Kiwi.


Ein Höhepunkt der heutigen Fahrt ist die Maori-Kirche «Old Faith», was so viel heißt wie «Alter Glaube», denn für die Maori ist das Christentum ein sowohl-als-auch, ihre Verehrung der Ahnen und das Christentum ergänzen einander. Vom Seitenschiff aus gesehen scheint ein ins Glas geätzter Maori-Christus über das Wasser des Rotorua-Sees zu wandeln.


Gegen Abend sind wir zu einem Maori-Fest eingeladen. Vom Chief der Gäste (die Rolle geht an Klaus) wird erwartet, daß er sich von den Drohgebärden des Maori-Kriegers weder einschüchtern noch zur Aggression verleiten läßt, er muß vielmehr den auf den Boden gelegten Zweig aufheben und ein paar Schritte zurücktreten. Erst dann erhält er das Zeichen, daß er und die Seinen nun ins Haus folgen dürfen. Man zieht übrigens stets die Schuhe aus, auch in der Kirche schon. Nach der Bühnenshow mit Gesang und dem Mahl geht es noch einmal hinaus zum Geysir.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Heiße Füße


Der Vormittag bringt uns auf die bergige Coromandel Halbinsel und dort an den «Hot Water Beach». Das ist ein Strand mit «Fußbodenheizung», denn es gibt heiße Quellen in der Tiefe. Ein bißchen den Fuß in den Sand buddeln, und schon wird es kuschelig warm an den Zehen. Wer bei Ebbe unvorsichtig ist, kann sich dort, wo das Wasser austritt, angeblich sogar die Füße verbrühen.


Als wahrer Traumstrand erweist sich die «Cathedral Cove», vorausgesetzt man nimmt eine dreiviertel Stunde Fußmarsch in Kauf. Der Weg führt zwischen baumhohen Farnen und rot blühenden Pohutocawa-Bäumen («Christmas Tree») hinauf und wieder hinunter zu einem kleinen Sandstrand, eingeklemmt zwischen weißen Felswänden. An einer Stelle tut sich ein Loch in der Felswand auf, durch das man zu einem weiteren Strand gelangt, allerdings nur bei Ebbe.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Megacity des Pazifik


Ein Rotel Tag beginnt damit, daß man sich mit den Beinen voran rückwärts aus der Schlafkabine robbt und mehr oder weniger weit hinunter klettert. Wir bewohnen eine Doppelkoje in der mittleren Reihe. Groß genug zum Schlafen, aber nicht zum Anziehen. Man teilt sich also den Platz vor den Kojen mit 40 anderen. Das funktioniert aber erstaunlich gut, da ja nicht alle gleichzeitig aufstehen. Gefrühstückt wird draußen an Biertischen, die anschließend im Bauch des Anhängers verschwinden. In drei bereitgestellten Plastikwannen spült jeder sein Geschirr selber. Auch beim Abbau hilft jeder mit, denn schon nach einer Stunde muß alles abfahrtbereit sein.


Heute besuchen wir Auckland, die größte Stadt Neuseelands. Hier lebt mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung, vorwiegend in Einfamilienhäusern, die über eine riesige Fläche verstreut liegen. Allein im Zentrum stehen einige Wolkenkratzer und der 324 Meter hohe «Sky Tower», der höchste Turm der südlichen Hemisphäre.


Das Auckland Museum, auf einem Hügel über der Stadt gelegen, hat eine Maori-Abteilung mit beeindruckenden Holzarbeiten. Das typische Versammlungshaus ermöglicht es den Lebenden, mit den Ahnen in Verbindung zu treten. Auch wir Touristen dürfen seine Spiritualität im Inneren auf uns wirken lassen, müssen aber die Schuhe ausziehen.


In Auckland leben viele Studenten, aber auch Superreiche, die für einen unverbauten Blick auf den Yachthafen kurzerhand das Gelände unterhalb ihrer Villen zum Naturschutzgebiet erklären ließen.


Gegen Abend erreichen wir den Miranda Holiday Park mit seinen Thermalquellen.

Montag, 21. Dezember 2009

Delphine und ein Loch im Fels


Mit dem Boot geht es heute morgen hinaus in die «Bay of Islands», vorbei an allerlei Inselchen verschiedenster Größe. Wer mit den Delphinen schwimmen will, könne zwar gerne ins Wasser springen, tut der Kapitän über Lautsprecher kund, das gelbe Boot «Dolphin Swimming» sei dafür aber besser geeignet. Tatsächlich sieht man dort viele Köpfe aus dem Wasser ragen, und dazwischen - tatsächlich - auch den einen oder anderen Delphin. Unser Fahrtziel ist das «Hole in the Rock», ein Felsentor, groß genug daß wir mit dem Schiff hindurchpassen. Auf der Klippe nebenan thront ein weißer Leuchtturm und darunter das jetzt leerstehende Haus des Leuchtturmwärters, der hier 70 Jahre lang das Licht hütete, bis es durch ein elektrisches ersetzt wurde. Man könne das Häuschen jetzt günstig mieten, aber der Room Service sei «lousy». Dann geht es wieder zurück, einige Passagiere gehen auf einem Inselchen an Land, wo der Kapitän sie später wieder abholen wird, falls sie denn das Schiff nicht verpaßten. Aber er fahre die Tour ja täglich. Uns nimmt er mit bis Russel, wo die erste neuseeländische Kirche auf Besichtigung wartet, erbaut 1835. In der Nähe gibt es noch eine weitere Sehenswürdigkeit aus dieser Zeit: der Platz, wo der Vertrag zwischen der Krone und den Maori unterzeichnet wurde. Ein Versammlungshaus der letzteren, erbaut zum 100-jährigen Jubiläum der Staatsgründung, imponiert mit eindrucksvollen Schnitzereien, die Ahnenkult und Inkarnationsglauben der auch heute noch sehr selbstbewußten Urbevölkerung wiedergeben.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Alles Kauri


Grillen in Freien an einem vierten Advent! Kein Wunder, wir sind ja auch am 36. Breitengrad südlich des Äquators, hier findet Weihnachten im Frühsommer statt. Unsere Freude über das Grünen und Blühen ringsum erfuhr heute morgen allerdings einen leichten Dämpfer: es regnete. Deshalb sei die Insel ja auch so grün, klärt uns Regina, die Reiseleiterin, auf. Erstes Ziel heute ist das Kauri-Museum. Kauri? So heißen die Bäume, die einst den Großteil der Landschaft bedeckten. Es sind wahre Riesen, die mehrere tausend Jahre alt werden können. Bevor sie 1987 unter strengen Schutz gestellt wurden, waren bereits 99% gerodet, denn das Holz ist von außergewöhnlicher Qualität und Schönheit. Das größte noch stehende Exemplar heißt «Herr des Waldes» und hat einen Stammumfang von 26 Metern. Ein Maori erzählt vom Respekt, den sein Volk allem Lebenden entgegenbringt, auch den Bäumen und natürlich speziell diesem. Gegen Abend erreichen wir einen Campingplatz direkt über einem Wasserfall.

Samstag, 19. Dezember 2009

Einmal um die halbe Welt


Unsere Reise um die halbe Welt findet bereits kurz hinter Fürth eine jähe Unterbrechung: der ICE bleibt auf freier Strecke stehen. Erst nach einer dreiviertel Stunde geht es weiter, gut daß wir für die Fahrt nach Frankfurt genug Reserve eingeplant hatten. Nach einem kleinen Disput am Schalter dürfen wir im Flugzeug dann auch nebeneinander sitzen, man hatte uns zuvor getrennt plaziert. Bei Singapore Airlines wird Service groß geschrieben: statt Plastik gibt es richtiges Besteck und richtige Gläser. Es ist ein Nachtflug, die Fenster bleiben geschlossen, obwohl es bereits Nachmittag ist, als wir beim Anflug auf Singapur gebeten werden, die «Lückenlehnen» senkrecht zu stellen. Der dortige Airport beeindruckt nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch ein Ambiente mit Teppichböden und Ruheoasen mit üppigen Orchideen. Nach einer neuerlichen Nacht – man verliert insgesamt zwölf Stunden durch die Zeitverschiebung – erreichen wir Auckland und das Rollende Hotel kurz nach 12 Uhr.

Sonntag, 27. September 2009

Planetenweg


Das Licht braucht 8 Minuten, um von der Sonne zur Erde zu gelangen. Wir auch. Denn auf dem Weg zur Erde, einem Kügelchen von 12 Millimetern Durchmesser, bewundern wir noch den Merkur, knapp 5 Millimeter groß, und die Venus, die als Schwesterplanet der Erde an Größe gleichkommt. Das Besondere an der Erde wiederum ist ihr Mond, hier im Modell knapp 40 Zentimeter weit weg und dreieinhalb Millimeter im Durchmesser.

Mit Überlichtgeschwindigkeit huschen wir weiter zum Mars. Dann kommt eine Weile gar nichts und schließlich, an einer Weggabelung, der Jupiter, der nun ein vergleichsweise dicker Brocken ist von über 14 Zentimetern Durchmesser. Das ist zwar relativ wenig im Vergleich zur Sonne, die mit stattlichen ein Meter vierzig in der Ferne immer noch zu sehen ist. Aber man merkt doch sofort, daß im äußeren Sonnensystem andere Verhältnisse herrschen als im inneren.

Auch was die Entfernungen angeht. Wir laufen und laufen und fragen uns: haben die den Saturn vergessen? Als er endlich am Wegesrand auftaucht, haben wir schon 1.4 Kilometer hinter uns gebracht. Zur Erde waren es gerade einmal 150 Meter gewesen und zum Jupiter knappe 800. Die gelaufene Strecke war freilich noch ein wenig länger, weil die Planetenmodelle hier nicht in einer Linie stehen.

Vom Saturn mit seinem Ring, der im Modell eher einer Hutkrempe gleicht, zum nächsten Planeten, dem Uranus, sind es erneut mehr als als eineinhalb Kilometer, die Entfernungen scheinen sich jeweils zu verdoppeln. Wie sein weitere eineinhalb Kilometer entfernter Bruder Neptun hat der Uranus etwa die Größe einer kleinen Mandarine.

Sollen wir noch zum Pluto laufen? Eigentlich ist Pluto ja gar kein richtiger Planet mehr, und wir wollen unseren Zug erreichen. Und so beenden wir unsere Planetenreise mit einem Swing-by Manöver am Neptun und lassen bei vierfacher Lichtgeschwindigkeit noch einmal alle Gasriesen – in diesem Fall Bronzeriesen – Revue passieren, um schließlich vom Bahnhof Georgensgmünd aus die Heimfahrt anzutreten.

Samstag, 29. August 2009

Fahrt ohne Titel


Es ist mitnichten so, daß mir kein Titel für diese Bustour eingefallen wäre, im Gegenteil: Rund um das Dikti-Gebirge wäre ebenso treffend gewesen wie Kreta wo es noch ursprünglich ist oder Großer Bus auf schmalen Straßen oder was auch immer. Aber die Tour hieß eben Fahrt ohne Titel, und dieses Mal wurden wir tatsächlich am Rand der Hauptstraße aufgelesen. Sinnigerweise fuhr der Bus von dort erst einmal schnurstracks zu unserem Hotel, um zu wenden. Da freuen sich die umsonst strapazierten Füße.

Wie bei solchen Touren üblich lernten wir viele Hoteleinfahrten kennen, wo andere Teilnehmer warteten. Dann ging es hinauf zur ersten Station: eine Töpferei. Wir durften dem Meister beim Formen eines Pithos und allerlei anderer Gefäße zusehen: faszinierend. Zwei Teller mit kretischen Motiven werden uns hoffentlich unversehrt nach Hause begleiten.

Am Bergdörfchen Ano Viannos begeisterte vor allem die orthodoxe Kirche mit ihren bunten Glasfenstern. Wir durften sogar einen Blick in das Allerheiligste werfen. Von dort ging es weiter in die südlichste Stadt Europas, Ierapetra. Der Rückweg führte über die schmalste Stelle der Insel, auf der Paßhöhe erfaßt der schweifende Blick beide Meere, das libysche im Süden und die Ägäis im Norden.

Abgerundet wurde die Fahrt mit einem Glas griechischem Raki. Und endlich lernten wir auch einmal eines jener sechsbeinigen Tierchen kennen, deren lautstarkes Zirpen aus praktisch jedem Olivenbaum im Lande ertönt.

Freitag, 28. August 2009

Palast der Phantasie


Es braucht schon einiges an Phantasie, um eine Vorstellung zu gewinnen, welche Szenen sich vor 3.700 Jahren auf diesem Innenhof abspielten. Denn im Gegensatz zum benachbarten Knossos wurden dem minoischen Palast von Malia keine Rekonstruktionen hinzugefügt. Wie gut, daß wir zuvor schon das Museum in Iraklio besucht hatten.

Zwischen den bestenfalls brusthohen Gemäuern umherstreifend entdeckten wir mehrere mannshohe Pithoi, das sind Vorratsgefäße für Olivenöl, Salz, Getreide oder Wein. Die außen angetöpferten Ösen, durch die für den Transport Seile geführt wurden, waren deutlich zu sehen. Auch der geheimnisvolle Kernos, ein mühlsteinähnliches Objekt mit eingetieften Näpfchen, blieb nicht lange unentdeckt. In der Mitte des Zentralhofes gab es einen Schacht, in welchem man Holzkohle gefunden hatte, über dem ein Rost lag. Für Brandopfer, hieß es. Solche Opfer veranstalten wir zuhause auch hin und wieder, hihi...!

In der Nähe des Palastes hätte es einen schönen Strand gegeben, aber wir hatten leider kein Badezeug dabei.

Donnerstag, 27. August 2009

Öffentlicher Linienbus

Das Schiff nach Santorini konnte nicht auslaufen, zu viel Seegang. Und so warteten wir samt Lunchpaket leider vergeblich auf den Transferbus zum Hafen. Rechtzeitige Benachrichtigung wäre schön gewesen.

In die quirlige Inselhauptstadt Iraklion kommt man auch mit dem Linienbus, vorausgesetzt man betrachtet Fahrpläne als freundliche Empfehlung und kommt nicht auf die Idee, für zwei Personen auch zwei Tickets zu erwarten: eines der Zettelchen ist mit 5.00 EUR bedruckt, eines mit 1.20 EUR, eines mit einem Euro und dann noch eines mit 20 Cent – der Kondukteur, der im Bus zu jedem Platz kommt, hatte sich verrechnet. Ein später zugestiegener Kollege entwertete das ganze Paket dann durch Einreißen. Der Vergleich mit Briefmarken drängte sich auf: man nimmt einfach so viele davon, bis deren Summe den Tarif ergibt.

Wichtig beim Linienbusfahren auf Kreta: die Nummer der Haltestelle merken! Man weiß auf der Rückfahrt sonst nicht, wo man aussteigen soll. Unsere hatte die Nummer 31, das Schildchen existierte allerdings nicht mehr. Man kann auch bei Licht im Dunkeln tappen.

Von den archäologischen Funden aus Knossos sind derzeit übrigens nur die Highlights ausgestellt. Man sollte es dabei belassen.

Mittwoch, 26. August 2009

Pleasure Beach?



Das Hotel Matheo liegt auf einem Hügel, vom Balkon haben wir einen wunderschönen Blick über die Häuser und auf die Ägäis. Unten am Strand tummeln sich Scharen sonnenhungriger Familien und Wassersportler, sich mit den Ellbogen einen Platz erkämpfen zu müssen entspricht nicht unserer Vorstellung von «Pleasure». Am Hotelpool ist es zum Glück ruhiger. Morgen geht es mit dem Schnellboot hinüber zur 120km entfernten Vulkaninsel Santorin.

Sonntag, 23. August 2009

Rauch über der Akropolis



Wir sind wieder unterwegs, diesmal in einer Boeing 737, wo die Plätze 12A und 12B einen schönen Blick auf die Inselwelt der Ägäis bieten ... doch was ist das?! Eine dicke Rauchfahne wirft ihren Schatten auf Athen. Am Abend weiß die Tagesschau von schweren Waldbränden zu berichten, die bereits die Vororte der griechischen Hauptstadt erreicht haben. Brandstiftung, erläutert die Hotelchefin die Hintergründe der Katastrophe. Es geht um billiges Bauland auf den abgebrannten Flächen.

Das Zimmer im Hotel Matheo hat einen wunderschönen Balkon mit Meerblick, andererseits aber keinen Fernseher, so daß wir die Tagesschau erst einfangen können, nachdem der WLAN Zugang geschaltet ist. Und das kann nur der Chef. Klappt nach seinem Eintreffen aber sofort und tadellos.

In Erinnerung bleiben uns auch 200 in der Ankunftshalle umherirrende Passagiere, die ihren Flug an keinem der Gepäckbänder finden. Im Iraklion Airport werden die Bildschirme nämlich erst aktualisiert, wenn die Koffer ihre Kreise zu ziehen beginnen.

Samstag, 22. August 2009

Rüttelflug

Der Rückflug gerät ziemlich unruhig, der Kaffee tendiert minutenlang zum Verlassen des Bechers entgegen der üblichen Schwerkraft-Richtung.

In Düsseldorf erstehen wir für die restliche Heimfahrt ein «Quer-durchs-Land Ticket» und lernen für 39 Euro (erste Person 34, jede weitere 5 Euro) Bahnhöfe kennen, durch die man sonst nie käme: Eitorf, Au, Bruchköbel, Haiger, Gemünden, Dettelbach, Iphofen und wie sie alle heißen. Sieben Stunden, die wir mit «Hertz Reisen» weit weniger unterhaltsam im Stau zugebracht hätten.

Ein Bahnhof für die Kunst


Das Musée d’Orsay ist ein zum Kunstmuseum umgebauter ehemaliger Bahnhof. Die Gemälde und Skulpturen sind spannend und abwechslungsreich inszeniert, und man stößt beim Rundgang auf so manches bekannte Werk. Am Museumscafé beeindruckt vor allem, daß man direkt hinter der riesigen Uhr Platz nimmt.

Wir legen unseren Besuch in die Abendstunden. Auf dem heutigen Tagesprogramm standen zuvor die «Dame mit dem Einhorn», eine berühmte Serie von Wandteppichen aus dem späten 15. Jahrhundert, sowie die gotische «Sainte-Chapelle», deren Wände zum größten Teil aus kostbaren Buntglasfenstern bestehen.

Der Eiffelturm funkelt abends zu jeder vollen Stunde für ein paar Minuten im Licht tausender Stroboskop-Lämpchen.

Mittwoch, 19. August 2009

Wo das Phantom wohnt


Vom geheimnisvollen See unter dem Fundament haben wir nichts bemerkt, und es war wohl auch nicht die Loge des Phantoms, die wir betraten, um einen Blick auf das zauberhafte, von Marc Chagall neu gestaltete Deckengewölbe der Alten Pariser Oper zu erhaschen. Dank der mit Gemälden und Figuren reichlich verzierten Wandelhalle mag hier so manche Opernpause interessanter wirken als die Oper selbst.

Auf unserem Pflichtprogramm steht natürlich auch die Kirche Notre Dame, zumal sie in der Hitze der sommerlichen Seine-Metropole angenehme Kühlung verschafft. Die Fensterrosetten im Querschiff sind wirklich eindrucksvoll.

So mancher Franzose nutzt die diversen Brunnen im Stadtgebiet zur Abkühlung. Im Jardin de Luxembourg sind sie von besonders schön gepflegten Blumenrabatten umgeben.

Dienstag, 18. August 2009

Die Schlangen von Versailles



Das Schlangenende wird gerade umgebogen, als wir eintreffen. Dreimal den Schloßplatz hinab und wieder hinauf genügt nicht mehr. Aber schon nach einer dreiviertel Stunde halten wir zwei Tickets in der Hand und sind somit berechtigt, uns in die Schlange «Visitors with Tickets» einzureihen, denn es gibt hier Kontrollen wie am Flughafen: Metall, Taschen, Lebensmittel und Flüssigkeiten (sprich: Getränke) sind strikt verboten.

Einiges andere offenbar auch, wie sich zeigt, nachdem wir auch die dritte Warteschlange hinter uns gelassen und je einen Audioguide umhängen haben. Wurde hier 1919 mit dem Versailler Vertrag nicht nur das Deutsche Kaiserreich, sondern auch das Staubwischen abgeschafft?

Die Prunkräume erweisen sich als eindrucksvoll, insbesondere das Schlafzimmer, wo Ludwig der Vierzehnte täglich öffentlich geweckt wurde, und ebenso der berühmte Spiegelsaal. Der Blick hinaus in den Park enttäuscht jedoch, denn die Gärtner scheinen gerade anderweitig eingesetzt zu sein, und auch von den schönen Wasserspielen ist weit und breit nichts zu sehen. Dabei kostet doch der Schloßpark gerade wegen der musikalisch untermalten Fontänen heute 8 Euro Eintritt.

Wirklich gepflegt ist aber nur der Teil, den man von den Kassenhäuschen aus einsehen kann. Ein Schelm, wer Absicht dahinter vermutet.

Den Abend verbringen wir auf dem Montmartre.

Montag, 17. August 2009

Im Zeichen der Pyramide



Wohin geht man in Paris, wenn der Himmel wolkenverhangen ist? Natürlich in den Louvre.

Von der Metrostation (M1) gibt es einen direkten Zugang - und wer die längste Kassenschlange sucht, wird hier rasch fündig. Besser, man ignoriert den Tickets-Wegweiser und geht weiter bis unter der Glaspyramide, wo sich die Wege teilen: links in den Nordflügel (Richelieu) mit den schönen Innenhöfen, geradeaus in den Mittelbau (Sully) oder eben schnurstracks zum berühmtesten Gemälde der Welt, das uns im Südflügel (Denon) erwartet.

Da hängt sie nun, die Giaconda, und alle wollen ganz vorne stehen. Wie gut, daß der Saal so groß ist.

Auch vor der Venus von Milo und der Nike von Samothrake bilden sich dichte Trauben. Hingegen scheint kaum jemandem das Floß der Medusa sonderlich aufzufallen, dabei wird es doch in einem Asterix Comic auf ganz köstliche Weise karikiert.

Wer in Paris einen Supermarkt sucht, wird bei www.franprix.fr fündig: einfach Postleitzahl des Hotels eingeben, und schon zeigt eine Google Map den Weg zu den Läden mit dem markanten Herzchen. Wer ganz sicher gehen will, nicht an Käse, Keks und Dosenbier vorbeizulaufen, wirft vorher im Streetview kurz noch einen Blick auf die Ladenfront.

Ach ja, man ist nicht wirklich in Frankreich, so lange man noch keine Boulangerie betreten hat. 200 Meter von hier zum Beispiel gibt es köstliches Baguette de Tradition française: dunkel, knusprig, hmmm.

Sonntag, 16. August 2009

Pariser Luft



Nach 200 Kilometern zeigt die Tankuhr immer noch denselben Füllstand ... wie viel Sprit ist wirklich in diesem Tank? Ein kurzer Tankstopp bringt Klarheit. Und schau, fortan funktioniert auch das Instrument wieder normal.

Wir fliegen Air Berlin, Platznummern 13A und 13C. Sitzt da etwa noch jemand zwischen uns? Weit gefehlt: Zweierreihe links, Zweierreihe rechts. Größer ist der Flieger nämlich nicht.

Aber wie kommen wir jetzt von Paris Orly in das Stadtviertel nahe dem Eiffelturm? Die Karten für den Zug kosten 9,75 Euro pro Person, sie werden direkt im Flughafen verkauft. Zum nahen Bahnhof Antony verkehrt ein (kostenloser) Shuttle. Das Abenteuer «Pariser Metro» kann beginnen.

Ein freundlicher Mitreisender erklärt uns, daß der Zug nur an den Stationen hält, vor deren Namen an der Anzeigetafel ein Lämpchen leuchtet. Unser Umsteigebahnhof ist zum Glück dabei. Wenig später schon erhaschen wir aus den Fenstern einen ersten Blick auf den Turm der Türme.

Die Kreuzung, an der wir schließlich aussteigen, sieht exakt so aus wie im Google Streetview, nur der weiß gekleidete Fußgänger scheint schon um die Ecke gegangen zu sein. Was für ein eigenartiges Gefühl, den Platz schon einmal gesehen zu haben und zu wissen, daß hinter der nächsten Kreuzung gleich auf der rechten Seite das Hotel sein wird - gerade als wäre man schon einmal hier gewesen.

Samstag, 15. August 2009

Es macht Ihnen doch nichts aus...?

«Es macht Ihnen doch nichts aus, wenn Sie statt des Corsa ein größeres Modell ... mehr Komfort, Automatik?» Wie oft haben wir diesen Satz schon gehört. Doch, macht es. Wäre uns nach mehr Komfort gewesen, wir hätten ihn gebucht. Aber die Dame am Abholschalter zeigt sich entgegenkommend, tauscht Schlüssel und Papiere.

Dann der zweite Schreck: der Tank ist nur zu 7/8 voll. Bei Abgabe des Fahrzeugs für 10 Euro mehr tanken als vorher drin war? Oder beim Wiederbetanken ständig auf den Zeiger starren? Geht das denn überhaupt? Hertz hätte nicht diesen guten Ruf, wären sie nicht auch darauf vorbereitet: «Sehen Sie, es ist hier schon vermerkt. Tanken Sie ruhig voll, Sie erhalten die Differenz später von uns erstattet.»

Und so werden wir dann also morgen mit einem nagelneuen schwarzen Corsa zum Flughafen rollen. Freuen uns schon.

Montag, 1. Juni 2009

Rosa Bananen


Wer sagt denn, daß Bananen immer gelb oder grün sein müssen? Hier in Costa Rica gibt es sie auch in rosa.

Donnerstag, 30. April 2009

Die Welt im Miniaturformat


Es dunkelt. In den Modellhäusern gehen die ersten Lichter an. Bald schon ist es stockfinstere Nacht im Hamburger Miniatur-Wunderland. Straßenlaternen, Leuchtreklame, dazwischen Autos mit eingeschalteten Scheinwerfern. Und natürlich Züge über Züge.

Samstag, 18. April 2009

Die Mainau, ein Blumenmeer


Es ist ein herrlicher Frühlingstag, und wir sind in Trossingen. Was spricht dagegen, ein paar Kilometer zu fahren und den Tag auf der Mainau zu verbringen?

Wie nicht anders zu erwarten steht die kleine Bodensee-Insel in voller Blüte. Ein Meer von Tulpen, rote, gelbe, zweifarbige, dazu Narzissen, Hyazinthen – man weiß kaum, wohin man zuerst schauen soll.

Vom Hauptsteg aus schlendern wir am Ufer entlang zur Bootsanlegestelle, dann die Treppen hinauf zum Schloß, wo uns eine weitere Attraktion erwartet: ein Gewächshaus voller tropischer Orchideen. Wir können uns kaum sattsehen. Das Schmetterlingshaus mit seinen fliegenden Juwelen schließlich rundet den wunderschönen Erlebnistag ab.

Freitag, 27. Februar 2009

Der wilde Nordwesten


Der Löwenzahn wird hier größer als anderswo auf der Welt, und bis vor ein paar Jahren soll es noch nicht einmal eine Straße gegeben haben, hier in Masca, dem Ort, der zwischen Schlucht und Gebirge auf einen Bergsporn gebaut ist wie ein Adlerhorst.